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Praxis für Physiotherapie

Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage (ML/KPE)

Abb. Schematische Darstellung der Lymphgefäße und ihrer Lage zu Aterie und Vene
Abb. Muskel-Venen-Pumpe

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform mit dem Ziel, einen gestörten Lymphabfluss zu verbessern oder wiederherzustellen. Durch den mechanischen Effekt dieser Art von Massage wird das Lymphsystem auf besondere Weise beeinflusst.

Die Bestandteile der Manuellen Lymphdrainage

Bewegung
Um einen bestmöglichen Therapieerfolg zu erzielen, steht die Bewegung/Physiotherapie im Gleichgewicht zu den anderen drei Bestandteilen der ML/ KPE.

Durch das An- und Entspannen der Muskeln bei Bewegung werden die in der Tiefe der Muskeln verlaufenden Venen immer wieder komprimiert, was zu einem verbesserten Rückfluss des Blutes führt. Dieser kann aufgrund der Venenklappen immer nur in Richtung des Herzens erfolgen.

Kompression
Die Druckverhältnisse im Gewebe werden positiv beeinflusst. Es kommt zur Steigerung des venösen und lymphatischen Rückflusses, verbesserte Ver- und Entsorgung des Gewebes, sowie Verhinderung von Wundheilungsstörungen.

Hautpflege
Um die Hautbarriere intakt zu halten, ist es erforderlich, die Haut regelmäßig zu pflegen damit keine Infektionen oder Erreger eindringen können.

Wirkungsweisen

  • Steigerung des Lymphflusses von der Peripherie nach zentral
  • Bessere Füllung der initialen Lymphgefäße (diese bilden den Anfang des Lymphgefäßsystemes) und besserer Transport durch die Lymphgefäße
  • Bildung neuer Lymphbahnen (Anastomosen)
  • Neubildung von Lymphkollektoren
    (Verbindungen zu den großen Lymphstämmen, die in das Venensystem münden)
  • Makrophagenstimulation
    (vermehrter Proteinabbau)
  • Positiver Einfluss auf die Wundheilung
  • Verbesserter Abtransport von Entzündungsmediatoren,
    Entzündungsexsudat und zerstörtes Gewebe

Anwendungsgebiete

Primäre Lymphödeme
(angeborene Schädigung des Lymphgefäßsystems)

  • Zu enge oder zu wenige Lymphgefäße
    (Hypoplasie oder Aplasie)
  • Erweiterung der Lymphgefäße mit Störung der Klappen (Lymphangiektasie)
  • Fehlanlagen der Lymphknoten (Lymphknotenfibrose)

Sekundäre Lymphödeme
(erworbene Schädigung des Lymphgefäßsystems)

  • Orthopädische und traumatologische Einsatzgebiete, die mit einer Schwellung einhergehen
    - nach Operationen
    - Muskelverletzungen
    - Hämatome
    - Traumen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Krebserkrankungen